Auswahltagung

Einmal im Jahr: Die spannende Auswahltagung an einem der fünf Internate

Die Auswahl geeigneter Kandidaten passiert einmal jährlich auf einer Auswahltagung – die nächste wird vom 27. bis 28. April 2018 in der Landesschule Pforta stattfinden. Hierfür wird aus Vertretern der Schulen, Schulleitungen und der Dornier Stiftung sowie ehemaliger Dornier Stipendiaten eine Jury gebildet. Sie verbringen gemeinsam mit den BewerberInnen ein Wochenende in einer der vier Internatsschulen, wo sie in Bereichen wie Kunst, Theater und Bewegung in Gruppen verschiedene Aufgaben erarbeiten. Einzelgespräche gehören außerdem zum festen Bestandteil der Tagung.

 

Die für alle Beteiligten sehr spannende und abwechslungsreiche Veranstaltung ist angelehnt an die Auswahlkriterien der Studienstiftung des deutschen Volkes. Während der Tagung interessiert sich die Jury insbesondere für persönliche Eigenschaften, wie beispielsweise Initiative, Mut, schöpferische Fähigkeiten und Gemeinsinn.


Nach Abschluss der Tagung berät sich die Jury eingehend und wählt die jährlichen Stipendiaten aus. Um die Auswahl nicht zu verzerren, hat es sich als sinnvoll erwiesen, wenn die Jurymitglieder sich während der Tagung mit anderen Kommissionsmitgliedern nicht über einzelne Kandidatinnen austauschen.


Einzelgespräche

Jeder Bewerber absolviert zwei je 30minütige Einzelgespräche mit zwei verschiedenen Mitgliedern der Auswahlkommission. Grundlage der Gespräche sind die von den Bewerbern eingereichten Unterlagen. In den Gesprächen achten die Interviewer sehr darauf, dass sich die Bewerber völlig frei entfalten können, um ihre Eigenschaften und Fähigkeiten möglichst umfassend kennenzulernen und einen authentischen Eindruck von Ihnen zu erhalten.


Gruppenaktivitäten

Neben den Einzelgesprächen absolvieren die Schüler drei Gruppenaktivitäten mit Aufgaben zu den Themenbereichen Theater und Kunstwerk sowie ein Geländespiel. Die Zusammensetzung der Gruppen erfolgt bewusst alters- und geschlechtergemischt. Denn das Ziel der Gruppenaktivitäten ist nicht vorrangig das erreichte Ergebnis, sondern die Art und Weise der Schülerinteraktion.

 

Die Betreuer beobachten weitestgehend aus dem Hintergrund, machen sich Notizen und helfen nur im Notfall aus.


Die Jury

Beim Auswahlverfahren berücksichtigt die Jury bei der Beurteilung der Kandidaten intellektuelle Fähigkeiten zum analytischen und vernetzten Denken sowie zum systematischen Lösen von Problemen. Wichtig ist hier auch die geistige Flexibilität und Kreativität der Kandidaten.


Weitere Aspekte sind die allgemeine Leistungsbereitschaft und die Motivation der Bewerber. Hinzu kommt ihre Fähigkeit, einmal gesteckte Ziele ausdauernd zu verfolgen und auftauchende Hindernisse konsequent anzugehen.


Außerschulische Interessen und Engagement

Das außerschulische Interesse und Engagement der Kandidaten prüft die Jury anhand der Breite ihres Interessenspektrums und der Intensität, mit der sie außerschulische Aktivitäten und Hobbys verfolgen, an ihrem gesellschaftspolitischen und sozialen Engagement sowie an der Bereitschaft, weitere Sprachkenntnisse zu erwerben und andere Kulturen kennenzulernen.


Kommunikations- und Artikulationsfähigkeit

Kommunikations- und Artikulationsfähigkeit: Eine wichtige Grundvoraussetzung ist, dass die Bewerber in der Lage sind, Sachverhalte so darzustellen, dass sie von den jeweiligen Adressaten verstanden werden. Dazu gehören die sichere schriftliche und mündliche Beherrschung der Sprache sowie ein klarer und adressatenbezogener Rede- und Schreibstil.


Über die Vergabe der Stipendien von Schülern, die sich zum Zeitpunkt ihrer Bewerbung in den Gymnasialklassen 8 bis 10 befinden, entscheidet eine Jury gemeinschaftlich.