Philosophie

Die Dornier Stiftung möchte positive Impulse in die Gesellschaft hineintragen, indem sie jungen Menschen durch einen Internatsbesuch darauf vorbereitet, die Gesellschaft von morgen aktiv, klug und sozial engagiert mitzugestalten. Die Stipendiaten wachsen in Gemeinschaft mit anderen Schülern zu verantwortungsvollen Personen heran und können sich durch die im Internat geknüpften Kontakte auch nach der Internatszeit gegenseitig weiterhelfen.


Silvius Dornier zur Gründung der Stiftung

Silvius Dornier

Unsere Zukunft hängt ganz wesentlich ab von der Entwicklung, die unsere Jugend nimmt. Unser Land ist immer stärker auf begabte Menschen und Führungskräfte angewiesen, die in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft dringend benötigt werden und von deren Kreativität, Impulsen und Gemeinsinn die Erhaltung unseres kulturellen Erbes und die Stellung unseres Landes in der Welt abhängen.


Nicht der von früheren Generationen erarbeitete Wohlstand, sondern der Geist, der in unserem Lande herrscht, entscheidet darüber, ob wir den Herausforderungen einer zunehmenden Globalisierung, umfassender technologischer Veränderungen und anhaltender ideologischer Konflikte gewachsen sind.


Wir brauchen daher eine wache Bereitschaft zum Infragestellen alter Paradigmen und eine gewisse Leistungsorientierung ebenso wie ein Verantwortungsbewusstsein für die Allgemeinheit und eine Orientierung an grundlegenden Werten. Hierbei sind Wissen und Können, Einsatzbereitschaft und Realismus einer intelligenten und zugleich idealistischen Jugend unverzichtbar.


Stipendien für Schüler

Der Förderung von begabten Jugendlichen kommt somit eine weitreichende Bedeutung zu. Ziel ist es, ihnen eine umfassende Bildung zu vermitteln und sie in die Lage zu versetzen, die Gesellschaft von morgen aktiv mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen.


Da sich traditionelle Familiensysteme immer mehr auflösen und Erzieher häufig überbeansprucht sind, ist die ausreichende Förderung mancher begabter Schüler innerhalb ihrer Familien und Schulen manchmal nicht möglich. Erziehung und Ausbildung in staatlich anerkannten Internaten mit ihrem oft stärker von sozialem Zusammenleben und internationaler Schulgemeinschaft geprägten Umfeld kann deshalb in manchen Fällen eine hilfreiche Alternative sein.


Besonders qualifizierten Schülern einen Internatsbesuch zu ermöglichen – auch wenn von ihrem Elternhaus her die finanziellen Möglichkeiten nicht ausreichen – liegt im Interesse der Allgemeinheit und schließt eine bestehende Lücke in der Begabtenförderung Deutschlands.


Dies in Form einer Stiftung voranzutreiben, erscheint mir als gut geeignetes Mittel. Als gemeinnützige Stiftung zur Begabtenförderung konzipiert, möchte ich damit gleichzeitig ein Zeichen für die Öffentlichkeit setzen. Ich denke, dass wir mit dem Stiftungszweck eine Aufgabe ansprechen, die einer breiteren Förderung und Resonanz in der Gesellschaft bedarf.
Silvius Dornier