Internatsleben

Wie es wirklich ist

Gehen ins Internat nur Schüler, die zu Hause oder in der Schule Probleme haben? Gehen nur Kinder von Reichen auf ein Internat? Fühlt man sich dorthin abgeschoben?


Wir können euch beruhigen, die Antwort ist: Nein, im Gegenteil! Für die allermeisten Schüler ist es eine riesige Bereicherung, einen Teil ihrer Schulzeit im Internat zu verbringen. Dies gilt besonders dann, wenn sie an ihrem Heimatort nicht allen ihren Neigungen oder Interessen nachgehen können. 


Viel Abwechslung

Gerade wenn man sich in der bisherigen Schule eher langweilt, weil man gerne noch mehr oder andere Dinge lernen würde, empfindet man das Internat oft als große Erleichterung. Die Schüler nehmen dort meistens aus Spaß an der Freude aktiv am vielfältigen Unterricht teil und können ihre verschiedenen Neigungen auch außerhalb des Unterrichts voll entfalten. Wollt ihr etwa musizieren, Theater spielen, malen, tanzen oder in die Foto AG: All diese Angebote könnt ihr auf dem weitläufigen Internatsgelände und in Gemeinschaft mit anderen intensiv wahrnehmen.


Immer jemand zum Reden

Das Internat ist eine Schulform, in der bei Bedarf immer jemand für euch da ist. Es sind stets Lehrer auf dem Gelände – die meisten Lehrer leben sogar selbst im Internat – und ihr könnt euch jederzeit mit Mitschülern austauschen.  Gleichzeitig seid ihr selbständiger und steht früher auf eigenen Füßen als zu Hause, weil ihr nun vieles ohne Eure Eltern unternehmt und entscheidet. Natürlich gibt es auch viele Möglichkeiten zum Rückzug, zum Beispiel beim Joggen oder im Einzelzimmer, wenn ihr eine bestimmte Jahrgangsstufe erreicht habt. 


Für Internats-Lehrer ist ihr Job meist Berufung, sie setzen sich von ganzem Herzen für ihre Schüler ein und versuchen ihnen, in allen Lebenslagen beizustehen.

Bei der Familie zu Hause

Bei der Familie zu Hause ist man übrigens auch als Internatsschüler relativ häufig. Sowohl an den vielen Heimfahrwochenenden als auch in den Ferien kann man nach Hause fahren. Einige Internate haben sogar längere Ferien und diverse Drei-Tages-Wochenenden, dafür ist dann häufiger auch mal Samstagsunterricht angesagt.


Natürlich ist nicht jeder begabte junge Mensch „internatstauglich“. Ihr solltet innerlich schon bereit dafür sein, zeitweise eure Familie zu verlassen, um einen Teil eurer Schulzeit in einem Internat zu verbringen.


Kosten einer Privatschule

Internate sind – häufig aber nicht ausschließlich – Privatschulen und verursachen mit ihren vielen Angeboten und Sonderleistungen natürlich höhere Kosten als herkömmliche Schulen. Hier versucht die Dornier-Stiftung auszuhelfen.


Die Internatszeit bereichert dein Leben und verschafft dir Chancen

Die „Esther und Silvius Dornier Stiftung zur Förderung begabter Schüler“ hat seit 1996 circa 295 begabten Schülern mit einem Stipendium einen Platz in einem Internat ermöglicht und so ihr Leben verändert. 


Viele der Dornier-Stipendiaten berichten, dass man sie im Internat viel intensiver und individueller fördert und fordert als an herkömmlichen Schulen. Die meisten schaffen es anschließend, sich auch im Studium und beruflich genau in die Richtung zu entwickeln, die ihren tief verankerten Wünschen entspricht. Viele von ihnen studieren an renommierten Universitäten auf der ganzen Welt und üben anschließend unterschiedlichste Berufe ihres Herzens sehr erfolgreich und mit viel Freude aus.


Freunde fürs Leben

Beim Lernen und Leben in Gemeinschaft entwickeln sich oft Freundschaften, die ein Leben lang halten. Unsere langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass die meisten Schüler sich im Internat sehr wohl fühlen, weil Leben und Lernen dort eine Einheit bilden. Sie lernen nicht nur im Unterricht, der dank kleiner Klassen und motivierten Lehrern besonders viel Freude macht, sondern auch durch gemeinsame Erlebnisse, zum Beispiel bei spannenden Outdoor-Aktionen.


Fördern und Fordern

Intensiv "gefördert" werdet ihr im Internat, weil ihr euch dank der intensiven Betreuung in verschiedensten Bereichen wie etwa Sport, Politik, Naturwissenschaften, Musik oder Kunst erproben könnt. Dies hilft euch, eure wahre Passion zu entdecken und sie zur vollen Entfaltung zu bringen.

Gleichzeitig werdet ihr auch „gefordert", weil ihr euch aktiv am Internatsleben beteiligt und dieses mit gestaltet. Dazu gehört auch, dass ihr im Miteinander Kompromisse finden und lernen müsst, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Dies ist eine Haltung, die unserer Gesellschaft und damit uns allen im Endeffekt sehr zugute kommt.